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Ratgeber · Planung

Draußen leben: Was Sie bei der Gartenplanung mitbedenken sollten

Terrasse und Garten sind längst mehr als ein Platz für den Liegestuhl. Hier wird gefrühstückt, gekocht, gearbeitet und gefeiert. Darum verdienen sie dieselbe Sorgfalt wie Wohnzimmer und Küche. Diese Punkte sollten Sie vor dem Bau bedenken.

Warum wir mehr draußen leben

Das Klima bei uns wird milder. In Baden-Württemberg beginnt der Sommer heute rund 13 Tage früher als in den Jahren 1951 bis 1990, und die Vegetationszeit dauert knapp neun Tage länger.1 Für den Garten heißt das: Die Monate, in denen man gern draußen sitzt, werden mehr.

Wer den Außenbereich gut plant, nutzt diese Zeit. Mit Schatten im Hochsommer, Licht am Abend, Windschutz im Frühjahr und einem Dach für die Übergangszeit wird aus der Terrasse ein Raum, den man von Februar bis November nutzen kann.

Zonen planen wie Räume

Im Haus hat jeder Raum seine Aufgabe. Im Garten ist es genauso. Bevor es um Platten oder Dielen geht, klären wir mit Ihnen, welche Bereiche Sie brauchen und wie sie zusammenhängen:

  • Essplatz nah an der Küche, gut erreichbar mit vollem Tablett.
  • Lounge etwas abseits, geschützt, mit Blick ins Grüne. Das ist das eigentliche Wohnzimmer im Garten.
  • Kochbereich mit Abstand zu Sitzplätzen und Nachbarn, damit der Rauch nicht stört.
  • Spiel und Bewegung für Kinder, gut im Blick vom Sitzplatz aus.
  • Ruheplatz für die Abendsonne, oft am anderen Ende des Gartens.
  • Stauraum für Polster, Auflagen und Gartengeräte. Wird fast immer vergessen.

Outdoor-Küche: draußen kochen

Viele grillen nicht mehr nur, sie kochen draußen. Eine Outdoor-Küche ist dann mehr als ein Grill auf der Terrasse. Damit sie im Alltag funktioniert, braucht es ein paar Dinge, die vor dem Belag geplant werden:

  • Anschlüsse: Strom, Wasser und ein Abfluss. Die Leitungen kommen unter die Terrasse, bevor sie gebaut wird.
  • Kurze Wege: Nicht zu weit von der Küche im Haus, damit nicht jedes Gewürz einmal quer durch den Garten getragen wird.
  • Wind und Rauch: Hauptwindrichtung und Nachbarn mitdenken.
  • Belag: Rund um Grill und Arbeitsfläche einen Belag wählen, der Fett und Flecken verträgt. Feinsteinzeug nimmt kaum Wasser auf und lässt sich leicht reinigen.
  • Wetterschutz: Ein Dach oder eine Abdeckung verlängert die Zeit, in der man draußen kocht.

Schatten: Pergola, Schirm oder Markise

Je wärmer die Sommer, desto wichtiger wird der Schatten. Welche Lösung passt, hängt von der Lage der Terrasse, vom Wind und von der Hauswand ab.

SonnenschirmMarkisePergola
Flexibelsehr, lässt sich verschieben und drehenein- und ausfahrbarfest an einem Platz
BefestigungBodenhülse oder Ständer, Hülse am besten gleich einbauentragfähige HauswandFundamente im Boden
Windbei Wind einklappenbei Wind einfahrenstabil, je nach Ausführung
Gut fürfreistehende Plätze im GartenTerrassen direkt am HausLounge, Outdoor-Küche, Rankpflanzen

Markisen, Terrassendächer, Lamellendächer, ZIP-Screens und Sonnensegel planen wir zusammen mit unserem Partner Rollladenbau Pfeiffer aus Wendlingen. Fundamente und Anschlüsse für den Sonnenschutz bauen wir gleich mit ein.

Saison verlängern mit Glasdach und Schiebewänden

Ein Glasvordach mit Seitenteilen aus Glas zum Zuschieben macht aus der Terrasse eine Erweiterung des Wohnzimmers. An sonnigen Tagen im Februar oder März sitzt man darunter schon geschützt draußen, und im Oktober oder November ist der Abend auf der Terrasse noch nicht vorbei. Im Sommer werden die Wände aufgeschoben und es ist wieder ganz offen.

Wichtig für die Planung: Das Dach braucht ein Fundament und eine Entwässerung. Der Belag darunter sollte zum Wohnraum passen, denn hier verschwimmt die Grenze zwischen drinnen und draußen. Auch Licht und Steckdosen unter dem Dach sollten gleich mitgeplant werden.

Glasdach und Glas-Schiebewände planen und bauen wir zusammen mit unserem Partner Rollladenbau Pfeiffer aus Wendlingen. Wir kümmern uns um Fundament, Belag und Entwässerung, Pfeiffer um Dach und Glas.

Logo Rollladen Pfeiffer Sonnenschutz

Strom, Licht und Wasser

Nichts ärgert später mehr als die fehlende Steckdose oder das Kabel quer über den Rasen. Darum gilt: Leitungen zuerst, Belag danach.

  • Licht: Wege, Stufen und Sitzplätze beleuchten. Ein Lichtkonzept macht den Garten am Abend nutzbar und sicherer. Die Elektroarbeiten übernimmt ein Elektrofachbetrieb, Leerrohre und Kabelwege legen wir beim Bau gleich mit.
  • Steckdosen: an Essplatz, Lounge, Küche und am Ende des Gartens.
  • Leerrohre: Ein zusätzliches leeres Rohr unter der Terrasse kostet wenig und rettet spätere Wünsche.
  • Wasser: Zapfstelle in der Nähe der Terrasse, Anschluss für Küche und Bewässerung.
  • Entwässerung: Gefälle weg vom Haus und genug Platz, damit Regenwasser versickern oder ablaufen kann.

Sichtschutz und Wind

Ein Wohnzimmer hat Wände. Im Garten übernehmen das Sichtschutz, Hecken und Mauern. Sie schützen vor Blicken und vor allem im Frühjahr und Herbst vor kaltem Wind. Gut geplant verlängert schon eine Wand an der richtigen Stelle die Zeit, in der man draußen sitzen kann. Zäune und Sichtschutz bauen wir mit unserem Partner Schwaro Zaunsysteme.

Pflege von Anfang an mitdenken

Ein Garten, in dem man viel lebt, wird mehr beansprucht. Mit einer Bewässerung, robusten Belägen und Pflanzen, die zu Boden und Lage passen, bleibt er schön, ohne dass jedes Wochenende Gartenarbeit ist. Wer möchte, gibt die Pflege an unseren Pflegetrupp ab, mit festem Jahresplan.

Checkliste für Ihr Erstgespräch

Gehen Sie diese Punkte vor unserem Termin einmal durch. Sie müssen nicht alles wissen. Aber je mehr wir wissen, desto besser passt der Plan.

  • Wofür wollen Sie den Garten nutzen? Essen, Lounge, Kochen, Spielen, Pool, Ruhe?
  • Wie viele Personen sitzen bei Ihnen typischerweise am Tisch, und wie viele bei Festen?
  • Wann sind Sie draußen: morgens, abends, am Wochenende, auch im Frühjahr und Herbst?
  • Wo scheint wann die Sonne, und woher kommt meist der Wind?
  • Wünschen Sie Schatten: Schirm, Markise, Pergola oder ein Glasdach?
  • Wo brauchen Sie Strom, Licht und Wasser?
  • Wo sollen Polster, Grill und Gartengeräte bleiben?
  • Wie viel Pflege möchten Sie selbst übernehmen?
  • Gibt es Pläne für später, etwa Pool, Anbau oder Gartenhaus?
  • Welchen Rahmen haben Sie sich vorgestellt? Wir passen die Wünsche daran an.

1 Quelle: Umweltdatenbericht Baden-Württemberg 2024, „Klimawandel verändert Jahreszeiten“. Vergleich der Jahre 1994 bis 2023 mit 1951 bis 1990 (Sommerbeginn) bzw. 1961 bis 1990 (Vegetationszeit). umweltportal.baden-wuerttemberg.de

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